Teures Leben in Russland, teure Uhren für russische Politiker und teurer Journalismus
Kurzmeldungen aus und über Osteuropa: Heute über das teure Leben der Bürger in Russland, über die teuren Uhren von russische Politikern und teuren Journalismus aus Osteuropa und den USA. Die maiak-Kurzmeldungen können Sie mit Twitter auch “live” und kostenlos abonnieren.
Ministerpräsident Wladimir Putin schenkt seine 10′000 Franken teure Blancpain-Uhr einem Hirtenjungen.
- Für ein “würdiges Leben” braucht es in Russland gemäss einer Umfrage durchschnittlich 820 Euro im Monat. Der Lebensstandard variiert allerdings je nach Wohnort: In Moskau liegt er bei 1271 Euro, in St. Petersburg bei 840 Euro und in der Provinz bei 512 Euro. Während 2008 noch 47 Prozent der Russen glaubten, dass sie dieses Niveau erreichen können, glauben 2009 nur noch 38 Prozent daran, in Russland jemals auf das Einkommensniveau für ein “würdiges Leben” zu kommen.
- Russische Politiker lieben Schweizer Uhren, berichtet “Wedomosti”. Während sich Ministerpräsident Wladimir Putin mit seiner Blancpain für CHF 10′000 relativ bescheiden zeigt (und die Blancpain auch immer wieder an Bürger verschenkt), trägt der stellvertretende Bürgermeister von Moskau, Wladimir Repin, eine DeWitt für CHF 1 Mio. (hier die deutsche Übersetzung des “Wedomosti”-Artikels).
- maiak finanziert seine Osteuropa-Berichterstattung mit Funding Journalism. Eine andere Möglichkeit, Qualitätsjournalismus zu finanzieren kennt das US-amerikanische National Public Radio: Die 800 NPR-Radiostationen sammeln dreimal im Jahr jeweils eine Woche lang im Rahmen sogenannter “Pledge Drives” beim Radiopublikum Geld, berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” FAZ.
- Und zuletzt in eigener Sache: Einen Bericht mit Fotos über maiak publizierte der junge Schweizer Rafael Wiedenmeier, der in Kasachstan lebt und kürzlich zu Gast war bei maiak in Zürich.
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