Der Mobile Journalism kommt: Multimedia-Publikation in Echtzeit

Der Mobile Journalism kommt: MoJo-Journalisten machen unterwegs Foto-, Video- und Audioaufnahmen und veröffentlichen diese zusammen mit Texten als Multimedia-Publikation in Echtzeit. maiak testet die Möglichkeiten (und die Grenzen) sowie die Arbeitsgeräte des Mobile Journalism. In einer Serie berichten wir über Digitalkameras, Camcorder, Notebooks und Mobiltelefone mit Spezialzubehör für den Mobile Journalism.
Owle Bubo, front

Eines der ersten Gadgets für den Mobile Journalism: Das OWLE Bubo ist ein Set aus handlicher Aluminium-Halterung plus Objektiv und Mikrofon speziell für das iPhone (Vorderseite).

Foto: OWLE

Mobile Multimedia-Publikation in Echtzeit: Mobile Journalism

Mobile Journalism oder kurz MoJo ist eine mobile Multimedia-Publikation in Echtzeit: MoJo-Journalisten machen unterwegs Foto-, Video- und Audioaufnahmen und veröffentlichen diese zusammen mit Texten auf Online-Informationsportalen. Die Arbeitsgeräte der MoJo-Reporter sind Digitalkameras und Camcorder sowie Notebooks mit WLAN-Verbindung, manchmal aber auch nur ein Mobiltelefon mit Spezialzubehör.

Der Begriff Mobile Journalism wurde schon 2005 im US-Medienkonzern Gannett geprägt, MoJo war damals der Codename für ein Projekt der Zeitung Fort Myers News-Press in Florida. Im Oktober 2006 wurde der Mobile Journalism auf der Konferenz der Online News Association erstmals in Fachkreisen diskutiert und in den USA sind seither schon einige freie Journalisten und Blogger als MoJo-Reporter unterwegs.

In den deutschsprachigen Ländern blieb es lange ruhig. Erst Ende September 2009 testete der Deutsche Welle-Journalist Marcus Bösch die Möglichkeiten des Mobile Journalism beim ersten grösseren Pilotversuch in Deutschland: Als MoJo mit einem iPhone-Videoblog berichtete Bösch für die Tagesschau-Redaktion der ARD über die Bundestagswahl 2009.

Der erste Schritt zum Mobile Journalism

Für maiak ist der Mobile Journalism eine Möglichkeit, von Veranstaltungen oder journalistischen Recherchen in Echtzeit zu berichten, was unseren Beiträgen eine grössere Authentizität verleiht.

Einen ersten Schritt, unmittelbar vor Ort oder von Recherchen zu berichten, machten wir am 28. Mai 2009 mit dem Micro-Blogging-Dienst Twitter: Rund 1′800 Tweets (Kurznachrichten) veröffentlichten wir seither als @maiakinfo rund um Russland, Belarus und die Ukraine. Im Durchschnitt sieben Kurznachrichten pro Tag, die von über 300 Followern gelesen und oft auch kommentiert werden.

Zu den Followern von maiak gehören der Korrespondent Alexei Makartsev und der DW-Russlandchef Ingo Mannteufel, die deutschsprachige Redaktion der Stimme Russlands und der Valdai Discussion Club in Moskau – aber auch Oppositionskreise wie das Khodorkovsky Center in Moskau oder Kirchenleute wie Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln.

Der zweite Schritt zum Mobile Journalism

Der zweite Schritt zum Mobile Journalism sind Foto-, Video- und Audioaufnahmen, die wir zusammen mit Texten als Multimedia-Publikation in Echtzeit veröffentlichen. Seit einigen Wochen testen wir kleine Digitalkameras und Camcorder sowie deren Zusammenspiel mit dem superleichten MacBook Air mit WLAN-Verbindung.

Sogar das Mobiltelefon iPhone testeten wir als MoJo-Arbeitsgerät (siehe Foto und Video). Aber auch mit der OWLE-Halterung plus 37mm-Objektiv und Richtmikrofon bleibt die iPhone-Videokamera nur eine Notlösung für mobile Übertragungen in Echtzeit. Erst die nächste iPhone-Generation wird über eine HD-Videokamera verfügen.

In den nächsten Wochen publizieren wir im Informationsportal maiak (natürlich neben unserer Berichterstattung über Russland, Belarus und die Ukraine) eine Serie mit Tests von MoJo-Equipment und erste Mobile Journalism-Beiträge. Alle Beiträge werden unter diesem Startbeitrag verlinkt, so dass die Leser hier eine Übersicht erhalten. Dazu gehört auch die Link-Liste, die wir hier in den nächsten Monaten aufbauen. Und natürlich freuen wir uns über engagierte Kommentare und kritische Betrachtungen zum Mobile Journalism.

Link-Liste zum Mobile Journalism

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Ein Kommentar
  1. Freue mich, aus Großbritannien deinem informativen “Gezwitscher” zu lauschen, Jürg. Weiterhin viel Erfolg!

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