Erfolgreiche russische Nachrichten-Website von swissinfo.ch
Swissinfo schliesst den Pilotversuch einer russischsprachigen Nachrichten-Website erfolgreich ab. “77′000 russischsprachige Leser besuchten die Website regelmässig, Leserbriefe und eine Online-Umfrage brachten sehr positive Rückmeldungen”, erklärt Swissinfo-Direktor Peter Schibli. Mit dem OK des Bundesamtes für Kommunikation Bakom könnte Swissinfo die russischsprachige Nachrichten-Website schon 2010 permanent betreiben – oder (mit dem neuen Leistungsauftrag des Bakom für swissinfo.ch) erst ab 2012.
Start des swissinfo-Pilotversuches in russischer Sprache mit v.l.n.r.: swissinfo-Direktor Peter Schibli, Botschafter Anton Thalmann (Stv. Politischer Direktor im EDA), Botschaftssekretär Alexander Gladkov und Botschafter Igor Bratchikov.
swissinfo.ch startete den Pilotversuch einer russischsprachigen Nachrichten-Website am 10. März 2009. Mit einem bescheidenen Budget wurde getestet, ob ein russischsprachiges Angebot generell auf Interesse stösst und welche Informationen bei den Lesern besonders gefragt sind. Anlass für den Pilotversuch boten die Eishockey-Weltmeisterschaften im Mai 2009 sowie der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew Ende September 2009 in der Schweiz.
swissinfo.ch berichtet in allen Weltsprachen – ausser Russisch
Die Internetplattform swissinfo.ch “sendet” im Auftrag von Bundesrat und Parlament seit 1999 als Nachfolgerin von Schweizer Radio International. swissinfo.ch zeichnet ein authentisches Bild unseres Landes und erklärt mit multimedialen Mitteln, wie die Schweiz funktioniert. Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Technologie, Gesellschaft und Sport werden in Form tagesaktueller Analysen, Hintergrundberichte und Reportagen auf eine für Ausländer verständliche Weise vermittelt.
Die Inhalte der sprachlich getrennten Websites werden von jeweils eigenen Redaktionen ausgewählt, geschrieben und publiziert: In Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch und Japanisch. Die Weltsprache Russisch, immerhin Muttersprache von über 170 Millionen Menschen, fehlte aber. Mit der russischsprachigen Nachrichten-Website konnte swissinfo diese Lücke füllen und rund 99 Prozent der „Internet-Welt“ erreichen!
Relevante Schweizer Informationen in russischer Sprache
swissinfo.ch berichtete in Russisch aktuell und hintergründig über politische, wirtschaftliche, kulturelle, gesellschaftliche sowie sportliche Ereignisse (seit Ende Oktober muss die Website ruhen). Speziell für russische Publika wurden relevante Informationen aus und über die Schweiz veröffentlicht. Ausgewählt wurden diese Themen durch der swissinfo.ch-Redaktion, die Übersetzung erfolgte durch externe Kräfte.
In Artikeln und Fotogalerien vermittelte swissinfo.ch in Russisch viel Wissenswertes über die Schweiz: Zum Beispiel über das politische System, die Finanz- und Bankenkrise oder Schweizer Umweltschutz. Weitere Themen betrafen die Bereiche Kriminalität, Konsum und Brauchtum. Die Schweiz als Wirtschaftsstandort wurde ebenso thematisiert, wie die kulturelle Vielfalt des Landes und die schweizerischen Errungenschaften auf dem Gebiet der Forschung.
Der Pilotversuch in Zahlen
Während dem sechs Monate dauernden Pilotversuch wurden auf der Website rund 100 Qualitäts-Artikel in Russisch sowie 14 Fotogalerien mit Schweizer Themen veröffentlicht. Diese Inhalte wurden von über 77′000 Besuchern gelesen, die im Durchschnitt vier bis fünf Seiten des neuen Angebots lasen.
Die russischsprachige Nachrichten-Website von swissinfo.ch erreichte:
428′644 Page Impressions PI
91′578 Visits
76′790 Unique Clients
Die Besucher der russischsprachigen Nachrichten-Website von swissinfo.ch stammen aus:
59,0 Prozent Russische Föderation
11,5 Prozent Schweiz
5,66 Prozent Ukraine
4,17 Prozent Deutschland
2,57 Prozent USA
2,24 Prozent Israel
14,86 diverse Staaten
Bedürfnis für russische Nachrichten-Website ist erwiesen
Der Direktor von swissinfo.ch, Peter Schibli, zieht eine positive Bilanz und wartet nun darauf, vom Bundesamtes für Kommunikation Bakom den Leistungsauftrag für eine definitive russische Nachrichten-Website zu erhalten. Gegenüber dem Pressebüro maiak.info erklärte Schibli, dazu brauche es “im Minimum eine eine kleine russische Redaktion mit zwei Teilzeit-Stellen, die mit den übrigen Sprachredaktionen zusammenarbeiten, aber auch eigene Beiträge verfassen.”
Mit dem OK des Bakom könnte swissinfo.ch die russischsprachige Nachrichten-Website schon 2010 permanent betreiben – oder (mit dem neuen Leistungsauftrag des Bakom für swissinfo.ch) erst ab 2012. Das Jahresbudget für eine solche russische Redaktion beträgt gemäss Peter Schibli rund CHF 300′000, inklusive Übersetzungskosten und Marketing.
Unterstützung erhält der Direktor von swissinfo.ch unter anderem von Staatssekretär Anton Thalmann aus dem Schweizer Aussenministerium EDA: “Das Interesse der russischsprachigen Welt an der Schweiz und die gegenseitige Verflechtung haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Da das swissinfo-Angebot in sämtlichen Arbeitssprachen der UNO verfügbar ist, erscheint es uns schwer nachvollziehbar, Russisch nicht ebenfalls angemessen zu berücksichtigen.”
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