Sacharow-Preis für Memorial, Sicherheit in Russland, Kooperations-Rat Schweiz/Russland
Kurzmeldungen aus und über Osteuropa: Heute zum Sacharow-Preis für die russische Menschenrechtsorganisation Memorial, zur (Un-)Sicherheit in Russland wegen 1 Mio. Sicherheitsleuten, zu hochqualifizierten russischen Zuwanderern in Deutschland, zur neuen Website des Kooperations-Rat Schweiz|Russland und zur Veranstaltungsreihe “Medien und Demokratie in Osteuropa”. Die Kurzmeldungen können mit Twitter auch “live” und kostenlos abonniert werden.
Historische Werbung für die Tageszeitung Prawda, die von Lenin vor der Oktoberrevolution in Russland gegründet wurde.
- Die russische Menschenrechtsorganisation Memorial erhält den diesjährigen Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments. Memorial kämpft für den Schutz der Grundrechte in Konfliktgebieten. Dabei handelt Memorial mit 80 unabhängige Bewegungen in der Ex-Sowjetunion eher als soziales Netz denn als eine straff geführte Organisation. Gegründet wurde Memorial 1988 vom russischen Dissidenten Andrei Sacharow, der auch Namensgeber war für den heute verliehenen Sacharow-Preis.
- Sicherheit ist in Russland im doppelten Sinne des Wortes ein Fremdwort: Der Normalzustand heisst “opasnost” (Gefahr), im Gegensatz zu “besopasnost” (ohne Gefahr), schreibt die “Neue Zürcher Zeitung” NZZ (leider nur Printausgabe) in einem Beitrag über “Die russische Obsession mit der Sicherheit”, welche die Wirtschaft bremst. 1 Mio. private Sicherheitsleute machen Russland (un-)sicher, dazu kommen 4 Mio. Beschäftigte in staatlichen Sicherheitsstrukturen. Das sind total 6,5 Prozent aller Beschäftigten!
- Gemäss einer neuen Studie des Bundesamtes für Migration kommen 24 Prozent der hochqualifizierten (!) Zuwanderer in Deutschland aus Russland, 20,1 Prozent aus den USA und nur 4,7 Prozent aus Indien. Die IT-Inder sind also nur eine Legende…
- Der Kooperations-Rat Schweiz|Russland ist neu auch mit einer russischsprachigen Website online. Приветствую вас!
- Der Podcast über Kultur, Transformation, Politik, Medien und Wissenschaft von Osteuropa von Sascha Götz berichtet heute über die Veranstaltungsreihe “Medien und Demokratie in Osteuropa”, welche von der HAW in Hamburg und der Lomonossow-Universität in Moskau gemeinsam organisiert wird.
- Die Website Beeftweet beschreibt maiak als “Leuchtturm des Funding Journalism” und als “ein mögliches Geschäftsmodell für den Journalismus der Zukunft”.
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