Suworow-Gemälde von Wassili Surikow verlässt die Schweiz
Das monumentale Gemälde “Suworows Alpenüberquerung 1799″ des Historienmalers Wassili Surikow kehrt wieder nach Russland zurück. Für einen Monat konnte eines der bekanntesten Werke der russischen bildenden Kunst im Kunsthaus Zürich gezeigt werden. Anlass für die ausserordentliche Leihgabe aus dem Russischen Museum in St. Petersburg war der Staatsbesuch von Präsident Dmitri Medwedew in der Schweiz.
Die russisch-schweizerische Violinistin Anna Bereiter spielte zur Finissage der Sonderausstellung von Wassili Surikows Historiengemälde “Suworows Alpenüberquerung 1799″ im Kunsthaus Zürich.
Der russische Präsident Dmitri Medwedew wollte bei seinem Staatsbesuch in der Schweiz am 21./22. September 2009 unbedingt das Suworow-Denkmal am Gotthard sehen. Dies zeigt die Bedeutung, welche der Generalissimus Alexander Suworow bis heute in Russland hat.
Aus diesem Grund überliess auch das Russische Museum in St. Petersburg dem Kunsthaus Zürich für einen Monat eines bekanntesten Werke der russischen bildenden Kunst als Leihgabe: Das monumentale Gemälde “Suworows Übergang über die Alpen im Jahre 1799″ des russischen Historienmalers Wassili Surikow (1848–1916).
Am ersten Wochenende kamen 9′000 Besucher zu Surikows Gemälde
Das monumentale Bild, heute im Besitz des Russischen Museums in St. Petersburg, besticht nicht nur wegen seiner eindrucksvollen Grösse von 495 x 373 Zentimeter, der Dramatik der Komposition und der Virtuosität der Malerei – es entspricht in vollkommener Weise den Anforderungen des im 19. Jahrhundert entwickelten und zur Blüte gebrachten Genres der Historienmalerei.
Von grosser Virtuosität zeugte auch der Transport des Bildes von St. Petersburg in die Schweiz, wie Kunsthaus-Direktor Christoph Becker an der Finissage erklärte: Das Bild wurde von den russischen Chef-Kuratoren sorgsam aus seinem meterbreiten Goldrahmen gehoben und – zusammengerollt.
In einer fünf Meter langen und zwei Meter dicken Transportröhre wurde das Bild dann nach Zürich gefahren und von einem Dutzend kräftiger Männer in den einzigen Saal des Kunsthauses getragen, in dem ein solches Monumentalwerk zur Geltung kommt. Dort wurde das Gemälde von den mitgereisten St. Petersburger Chef-Kuratoren in einen eigens konstruierten “Reise-Rahmen” gespannt und mit allen nur denkbaren Sicherheitsmassnahmen geschützt.
Das Schweizer Publikum zeigte sich dankbar für die Leihgabe aus St. Petersburg: Alleine am ersten Wochenende “stürmten” 9′000 Besucher das Kunsthaus Zürich, um dieses für beide Nationen bedeutende Historienbild zu sehen!
Surikow reiste 1897 extra in die Schweizer Alpen
Das Surikow-Gemälde ist einer Begebenheit des russisch-französischen Krieges im Jahre 1799 gewidmet, die den Namen “Schweizerischer Feldzug” trägt. Wassilij Surikow hat es in seiner Heimatstadt Krasnojarsk mit zahlreichen Skizzen geplant und ausgearbeitet, nachdem er im Sommer 1897 die Schweiz bereist und die Pässe in Augenschein genommen hatte.
Erst 1899, dem Jahr des 100. Jubiläums des Suworow-Feldzuges, wurde es vollendet und in der 27. Ausstellung der Gesellschaft der Wanderausstellungen mit grossem Erfolg gezeigt, wo es vom letzten russischen Zaren aus der Familie Romanow, Nikolaus II., für die stolze Summe von 25’000 Rubel gekauft wurde.
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